Anhang: Grabschriften des Stamelternpaares der Familie Zenker

 

Grabschriften des Stammelternpaares der vorstehend verzeichneten Zenkerschen Familie auf dem Friedhof in Klix

Photo (mit Dank an Frau Lubina Mahling). Vergrösserung Tobias. Vergrösserung Anna Magdalene. /SZ

Tobias Zenker

Mein Leser!

Allhier liegt begraben der Leib eines redlichen Mannes, des weiland hochehrengeachteten Herrn Tobias Zenker, Pächters zu Kauppa, ward Anno 1664 in Weiffa von ehrlichen und redlichen Eltern geboren, verehelichte sich zum ersten Male 1696 mit Jungfrau Anna Sophie geb. Franz, mit welcher er zwei Kinder zeugte und elf Jahre in vergnüglichem Ehestande gelebt hat. Nachdem nun der höchste GOTT 1707 das Eheband durch den Tod trennte, fand er 1708 den 20. November wieder ein anderes redliches Herz an Jungfrau Anna Magdalene geb. Blüssing, mit welcher er auch zwölf Jahre in vergnüglicher Ehe lebte und sieben Kinder, drei Söhne und vier Töchter, zeugte, bis ihn endlich der Herr alles Fleisches den 20. April 1720 durch den zeitlichen Tod im Alter von 57 Jahren 1 Monat aus der Welt abforderte.

Leichentext: Ps. 73, 23

Dennoch bleibe ich stets an dir...

Mein Jesus hat mich in sein Blut erkauft,
ich ward zur Seligkeit auf seinen Tod erkauft.
Mein redlich's Herz ruft: ach Jesu, hilf mir Armen.
So ging ich aus der Welt und warf mich ins Erbarmen.
Mein Leser, suche ja in dieser Gnadenzeit
Durch Buss' und Glauben doch der Seele Seligkeit.

Anna Magdalene Dutschmann

Lieber Leser!

Dieser Stein zeigt die schlafenden Gebeine einer aus dem Schlafe der Sicherheit aufgewachten und begnadigten Sünderin. Sie hiess Anna Magdalene Dutschmann und ward in Lippitsch anno 1691 den 13. Juni geboren. Ihr Vater war Herr Hans Jakob Blüssing, Verwalter daselbst. Im 17. Jahr ward sie mit Herrn Tobias Zenker, Verwalter in Kauppa, ehelich verbunden. Ihr zwölfjähriger Ehestand war mit sieben Kindern, als drei Söhnen, vier Töchtern, gesegnet. Als sie sechs Jahre im Witwenstande gelebt, so erwählte sie Herr Johann Dutschmann, hochgräflich Gersdorffscher Verwalter in Klix, zu seiner Genossin und zeugte mit ihr zwei Töchter. Die Stimme des Sohnes Gottes weckte sie 1735 aus dem Sündenschlafe auf und wurde als eine totwürdige Sünderin durch den Glauben an Jesu Thränen lebendig und im Blute des Lammes reingewaschen. Sie bewahrte mit gläubigem Herzen die Wunden Jesu als ihren grössten Schatz. Den Tod sah sie im Glauben als einen fünften Schlaf an. Ihre letzte Krankheit war auch nichts anderes als eine ausserordentliche Schlafsucht, ihr Herz war aber in Jesu wacker, bis der Geist die Schlafende verliess den 19. März 1744, da sie auf der Welt gelebt 52 Jahre 9 Monate 3 Wochen.

Leichentext: 1. Thessal. 5, 10.

Mein Heiland wecket mich durchs Evangelium.
Ich kam als Sünderin zu seinen blut'gen Wunden.
Sein Thun im Leidensgang ward meines Glaubens Ruhm,
sobald mich irrend Schaaf mein guter Hirt gefunden.
Nun weidet sich mein Geist beim Lamm mit seinen Schaafen,
hier aber soll der Rest von Adams Gliedern schlafen.
  Last edited or checked August 25, 2011.

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