Brev från Margarethe Schultzky till Gerd den 6 februari 1954

[Avsändaradress: M. Schultzky, Bremen, Kornstr. 344]

Bremen, 6. 2. 54

Mein lieber Gerd!

I främre raden fr. v. Erik, Rolf o. Stefan Zenker samt två flickor Schultzky. Där bakom Elisabeth Zenker, troligen Alfred och Anni Schultzky, Märta (skymd) och Marga Schultzky.

Bilden hämtad från Liber 1952.

Das war doch eine hübsche Überraschung, als ich Deinen lieben Brief mit seinem reichen Inhalt empfing; habe vielen herzlichen Dank! Wie nahe brachten mir doch die hübschen, wohlgelungenen Bildchen die Erinnerung an das frohe Kaffeestündchen, als wir mit Dir u. Deiner lieben Märta u. den Jungen, im Verein mit Deiner lieben Mutti, beisammen sein konnten! Und auch Dein u. Märta's zweiter Besuch wurde uns wieder gegenwärtig, als Ihr als große Weltreisende, von Rom kommend, so lieb uns wieder aufsuchtet! Und nun hoffe ich auf Dein neues Versprechen einer nächsten Deutschlandsfahrt, denn aller guten Dinge sind drei; für die Unbescheidenen, zu denen ich hierbei besonders rechne, könnten es noch viel mehr sein!! Schön wäre es, Euer Sparschweinchen möchte inzwischen kugelrund geworden sein, daß wir auch in diesem Sommer auf Euer liebes Kommen rechnen könnten, vielleicht gar wieder gleichzeitig mit dem Deiner lieben Mutti, die mir neulich auch so eine Andeutung machte, ob es ihr vielleicht einmal möglich sein würde, mal wieder herzukommen.

Mein lieber Gerd, das alles würde wieder eine ganz große Freude für mich sein u. für Alfred - Anni nicht minder!! Die Bildchen, für die ich Dir nochmals herzlichst danke, finden wir alle sehr gut getroffen; ich habe sie sogleich an Hans nach Iserlohn u. an Hellmuths geschickt, damit auch sie ihre Bekanntschaft mit Dir erneuern u. mit der lieben Märta anknüpfen können u. die Cousinen u. den Vetter hier die mit ihren fröhlichen Vettern in Schweden machen können. Natürlich habe ich sie mir wieder zurück erbeten. Sag, lieber Gerd, Du hattest doch nur einen so kleinen Apparat zum Knipsen - ich erinnere mich, Deine Mutti schrieb mir einmal, Du habest Ihr ein ganz kleines Canalettobildchen so schön vergrößert geschenkt, daß ich annehmen möchte, auch diese Familienbilder hast Du auch selbst vergrößert u. das bewundern wir ganz besonders, wie gut Dir das gelungen ist. Wie viel Deiner knappen Freizeit hast Du da opfern müssen? Und bist in Deiner Fabrik so überhäuft mit Arbeit u. hast einen weiten Weg dorthin zurückzulegen. Mögest Du trotzdem bei guter Gesundheit immer bleiben!

Alfred ist es in den letzten Monaten u. Wochen immer weniger gut gegangen. Er nahm erschreckend ab, aß fast nichts mehr u. war am Ende seiner Kräfte trotz ständiger Rücksprache mit verschiedenen Aerzten, die ihm ein Mittel nach dem anderen verordneten, die alle nicht helfen konnten. Schliesslich ist Alfred, auf energische Forderung Anni's hin, am 26.1. in ein hiesiges kath. Krankenhaus, das besonders guten Ruf hat, gegangen, wo er noch sich aufhält. - Eben ist Anni m. Inge zur Sonntagsnachmittagsstunde wieder bei ihm. - Nach mehrfacher Untersuchung von Magen u. Galle und Durchröntgen beider mehrfach hat sich, gottlob, nichts Ernstliches gefunden u. so dürfen wir auf seine baldige Entlassung hoffen. Aber ob völlig geheilt? ist eine andere Frage. Sie brauchen Ruhe, hatte d. Arzt gesagt. Und wo soll die herkommen bei sr. überspitzten Bankarbeit? - Bleibt nur zu hoffen, dß. die 4 wöchige Ruhezeit ihm wenigstens etwas genützt hat eben diese Arbeit von Neuem aufnehmen zu können! - Er u. Anni lassen Euch herzlichst grüßen mit d. Wunsche, daß Schnee, Sturm u. Kälte Euch nicht zuviel Ungemach bescherten. Das Gleiche wünscht Euch allen mit den herzlichsten Grüßen

Deine Tante Marga

Es ist mir Freude, daß auch Ihr das Hottenroth-Buch mit Genuß gelesen habt. Vielleicht begeistert es Euch einmal zu einer Schweizerreise. Belastet aber Euren Koffer nicht damit. Ich habe es noch gut im Gedächtnis u. würde es kaum wiederlesen. Mutti aber wird sich freuen, wieder hineinsehen zu können, wenn sie mal wieder Euch besucht!

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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