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Brev från Marianne Schweitzer, början av december 1948
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[Bifogat
Suses brev av den 5 december.]
Suses Brief kann ich nun gleich den Dank für Märtas so lieben, ausführlichen Brief - und für das gestern - endlich - erhaltene herrliche Paket anfügen. Ich bangte schon sehr darum, da Hertha schon ihr Paket seit 8 Tagen in der Hand hatte. Unsres war etwas beschädigt u. neu verpackt, daher die Verzögerung. Es war aber alles darin. Habt von ganzem Herzen Dank für die so grosse, grosse Hilfe und besonders Eure Liebe; denn sicher ist's für Euch ein sehr grosses Opfer. - Ich werde gerade jetzt noch ein klein wenig warten, dann aber nach u. nach die Messer schicken; ein Risiko ist's, aber wir versuchens. - Denkt Euch, Euer Paket wird die gute Tante Marga mit geniessen, die am 27.12. für einige kurze Wochen zu uns kommen wird. Ich habe gleich alles vor mir selbst versteckt. Ganz besonders weit hinten die Margarine, die die grösste Verführung ist. Aber ich will doch Weihnachten mal nicht so furchtbar denken müssen, wie man aus Nichts etwas macht. Schon das ist eine grosse Erholung - und eben, Tante Marga soll doch mit geniessen. Ich freue mich so darauf, sie verwöhnen zu können. Uns gehts sonst soweit gut, wir müssen sehr dankbar sein. Vorgestern kam auch endlich wieder Geld herein, so dass wir bis Januar erst wieder ohne Sorgen sind; und bis dahin kommt vielleicht wieder etwas. Ein entwurf für eine Sportforum-Anlage hat der bestellenden Gemeinde so gut gefallen, dass sie bald zahlt; nun hoffen wir auch, die Ausführung zu bekommen - bei Senftenberg, eine Bergwerksgemeinde. Wo werdet Ihr Weinachten feiern, bei Euch daheim oder in Salta? Gunhild hat Seidels eine unermessliche Freude gemacht, es ist so gut von ihr; die Kinder hängen mit allen Fasern ihres Herzens an ihr und Elof. - Was ist mit Rolf geworden; am Schluss Deines ersten Briefes musste er brechen. Hoffentlich ist's behoben. Und Gerds Aussichten? Ach wie oft und viel denkt man an Euch, wie oft reden Otto und ich von Euch. Am 24. werden unsre Gedanken und Gespräche sehr an Euch Allen da oben gehen, in Liebe und Dankbarkeit. Otto grüsst Euch sehr, ist aber so in eine Malerei versponnen, dass ich ihm lieber den Brief garnicht erst vorlege, er würde doch nicht fertig. Aber er denkt viel an Euch.
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