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Brev från Elisabeth Zenker till Märta den 7 september 1948
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Borlänge, d. 7. 9. 48
Hier geht alles sehr fein Dank der überirdisch tüchtigen Tante Frida. Sie reget ohn' Ende die fleissigen Hände. Das Wetter ist wie April, mehr Regen als Sonne u. es war mir eine frohe Überraschung dass die kühnen Seefahrer "Meeresstille und glückliche Fahrt" hatten. Liebe Märta, wenn Du mal ins Städtchen kommst, kannst Du mal auf die Prästgatan 27 gehen u. bei der Tyska Gåvopaketförmedling Dich erkundigen, ob das mit rechten Dingen zugeht, dass die 3 von mir abgesandten Sendungen v. 28.6., 6.7. u. 7.7. (d. h. da zahlte ich in Enskede das Geld ein: 24 Kr u. 2x 10 Kr) noch nicht in Herthas u. Nannas Besitz sind. Ob die Russen in Berlin sie gefressen haben? das wäre zu fürchten. Man ist ja versichert gegen Totalverlust. Und how do you do eller haudjudjudju wie die kl. Irmeli sagt? Sie ist nun wohl auch bald in gamla Sverige igen u. wird ihr Englisch bald vergessen. Ende d. M. fährt Ulla Berglund, die uns vorigen Montag verliess, auch nach England, das Ziel der Sehnsucht aller jg. Mädchen scheint's. Wie geht's also bei Euch u. mit Gerd's Plänen? Grüsse Deine 4 Männer herzlichst; einen Kuss u. Umarmung von Deiner Mutti. Hertha u. Schweitzers sind glatt am verhungern. Sie haben noch keine Kartoffel zu sehen bekommen u. Hertha rennt ihre vielen Wege mit 2 Schnitten trocknes Brot, denn Aufstrich gibt's kaum u. zu Hause Wassersuppe.Wahrscheinlich verteilen jetzt die R. das ihnen zukommende in Berlin. Auch die geduldige u. optimistische Nanna schreibt ganz verzweifelt u. bitter. Tante Frida hat Briefe aus Lübeck, dort ist's ganz anders, sie hungern nicht mehr u. können sich schon mal Streichhölzer u. Gummiband kaufen u. nicht mehr Schwarzmarkt. Während H. u. N. durch die Ostvaluta nun auch alle Ersparnisse verloren haben. Es ist doch eine fürchterliche Ungerechtigkeit, diese Teilung Deutschlands. |
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