Brev från Frieda Seidel den 22 maj 1948

Dresden - A.44. d. 22. 5. 48.

Sehr verehrte, liebe Frau af Sillén.

Als ich am Dienstag meine beiden Mädels so rund, groß, vergnügt und wohl aussehend in Berlin in Empfang nahm, gingen meine Gedanken mit unendlichen Dank sofort zu Ihnen und Ihren Herrn Gemahl. Ich kann es gar nicht mit Worten ausdrücken, wie glücklich ich bin meine Mädels so kräftig und erholt zu sehen. Dies hätte ich nicht für möglich gehalten. Sie fallen hier geradezu auf. Alle befragen sie, wie es ihnen in Schweden gefallen habe und strahlend antworten sie, so gut. Armgart nenne ich mein Elefantenbaby, da sie so dicke Beine bekommen hat. - Barbara hat heute gleich meinen Staubsauger in Bewegung gesetzt und so reine gemacht, wie bei Tante Gunhild. Sie erzählen und ich frage sehr viel, morgen werden wir mit Schweizers zusammensitzen und Nanna will von allen hören.

Heute war das Mädchen bei uns, sie hofft spätestens Mitte Juni bei Ihnen zu sein und freut sich schon sehr. Auch ich glaube, daß Sie eine rechte Hilfe an ihr haben werden.

Haben Sie Dank für Ihren Brief und dann noch herzlichsten Dank für all die Herrlichkeiten, die die Kinder mitbrachten und die wir heute aus dem Paket packten. Wie gut kann ich da jetzt kochen und die Mädels behalten hoffentlich ihr Gewicht. Wie beruhigt sehe ich jetzt meine Speisekammer an.

Haben Sie, Ihr Herr Gemahl, Märta und Gerd für alles herzlichsten Dank und viele, liebe Grüße.

Ihre
Frieda Sedel.

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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