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Brev från Elisabeth Zenker den 26 januari 1948
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Borlänge, d. 26. I. 48
Es hat mir so viel Spass gemacht, von Rolfs Zukunftsplänen zu hören u. hoffe stark auf ein Freibillet in Kungl. Operan, wenn er so in 15-20 Jahren als "tief schürfender" u. dabei hoch springender 1. Solotänzer auftritt. Wie sehr aber fühle ich mit Euch u. teile Eure Sorge um Stefan, den lieben armen Kerl, der schon in seinen sorglosen Kinderjahren Verzicht lernen muss. Henning tröstet aber, dass das eine vorübergehende Kinderkrankheit sei, das wollen wir hoffen, aber jetzt eben ist das Entbehren doch so bitter für einen so lebendigen Jungen. Hoffentlich ist Gerd nun wieder gesund. Der wird doch noch mal Dein Bester profezeite Frau Bassenge, die heute 72 Jahre alt wird. Heut früh wurde Mariann mit dem ihr gebührenden Sextett begrüsst u. in Cambridge wird wohl Irmeli ihr Stimmchen erhoben haben. Hier geht alles gut, es liegt schon lange dicker Schnee, gestern sahen die hohen Birken in Rauhreif u. Sonne märchenhaft aus. Hübsch, dass Ihr auch so malerisch wohnt, das macht doch so froh, wenn man gleich früh am Fenster sich an der Natur freuen kann. Meine extra Freude ist der Futterplatz vorm Küchenfenster. Viele Meisen, zu m. Geburtstag als würdiger Gratulant sogar ein Dompfaff! Wie hat denn Gerd den dicken Schneetag bei Euch überstanden? Da kam er sicher nicht pünktlich nach Hause. - Hast Du gute Nachricht aus Salta? Dein Muttchen sehnt sich gewiss sehr nach Euch, - ich auch! Gestern früh hats z. Sonntag gewiss ein ellenlanges Plaudern gegeben? Wo habt Ihr denn d. Telefon? am Bett? Das schöne Papier hier bekam ich von D. l. Mutter zu Weinacht, es schreibt sich "wie geschmiert". - Nun bleibt mir hübsch gesund u. seid von Herzen u. sehr dankbar gegrüsst von Euren
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