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Brev från Marianne Schweitzer (Nanna) till Gunhild af Sillén,
sannolikt den 11 maj 1950.
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Den 11. 5. 1945. [Feldaterat. Elfriede Müller kom till Salta i nov. 1949. Kanske 11 maj fick Nanna att tänka på krigsslutet?]
Nun wird es aber die allerhöchste Zeit, dass Du die Zuchini-Samen bekommst für dieses Jahr. Otto meint zwar, es sei für Euch da oben noch nicht zu spät; in Euren hellen Nächten hole es die Pflanze schnell nach. Ich steckte meine Kerne heute in die Erde. So lange hörten wir nichts von einander! Das heisst, vor kurzer Zeit schrieb Lisl, so dass ich von Euch und Eurem Ergehen viel hörte. Du musst ja furchtbar gut zu den Mädels sein; Lisl schwärmt sehr von Dir und Deiner Güte. Hoffentlich macht dieses so temperamentsvolle Naturkind nicht zu viel Not. Elfriede sei so glücklich bei Euch und sehr dankbar, schreibt Lisl. Uns geht's gut, ganz besonders nun, wo der Sommer kommt, und wir wieder den Garten geniessen können. Wir hatten eine ganz wunderbare Baumblüte, die aber wohl leider, leider durch dauernden Regen ganz verdarb. Nur der 1. Mai war ein ganz strahlend schöner Tag, wie sich das ja für einen 1. Mai mit seinen Massen-Aufmärschen auch gehört. Es war herrlich. - Dass unsere Ziege starb, 14 Tage vor'm Werfen - war doch recht betrüblich, und die Wasser-Morgensuppen schmeckten uns verwöhnten Leuten noch garnicht wieder. - Eben revoltiert mein Magen etwas in Anbetracht eines so fetten Stückes Buttercrème-Torte, die uns vorhin spendiert wurde. Sie war aus der H O und was man dort kauft ist ja wirklich ganz erstklassig gut und rein. Und das muss eben doch Jeder einsehen, seitdem die H O ehörden [?] bestehen ist es doch leichter für uns. Anfangs konnte man ja nichts kaufen bei der Preishöhe. Da kostete z. B. 1 Brötchen 1.20 (ça) [?] - und heute kostet es 0.20 ... So gibt's zum Sonntagsfrühstück jetzt meistens schon Brötchen. Auch Nudeln kaufe ich jede Woche 1 ... zu 2. Das hilft alles, und ...gern braucht man nicht mehr. Natürlich ist man immer ohne Geld, da man eben alles umsetzt. Otto ist jetzt beim Abschluss der Frühjahrpflanzarbeiten und beinahe Tag und Nacht in den Anlagen und Neubauernsiedlungen wo jetzt noch viel Windschutzpflanzungen gepflanzt werden. Ich bin viel mit beim Vermessen draussen. Auch das geht Alles leichter. Früher lebten wir den ... den von trockenem Röst..dt, jetzt kann man in den Gasthäusern draussen schon überall wieder einfach essen. Nun leb wohl, liebe Gunhild. Bitte grüsse Elof von uns. Und bitte grüsse auch Elfriede und Lisl (L. schreibe ich bald).
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