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Brevkort från Gerd till Märta den 17 oktober 1946 från Freiburg
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Hör mal zu, meine liebe Kleine, könntest Du nicht auch mal unsern Freund H. besuchen? Du müßtest mal beim U.D. anrufen u. nach seiner Adresse fragen. Ich habe den Eindruck, daß es gut wäre, so einen Mann etwas mehr persönlich zu interessieren, sonst sind wir nur ein Fall unter hundert. H. fährt morgen oder in den nächsten Tagen nach Schweden u. bleibt angeblich 4 Wochen. Du sollst ihn aber nur besuchen, wenn er in Deiner Nähe zuhause ist, denn eine längere Reise lohnt sich bestimmt nicht. Dazu scheint er mir nicht wichtig u. einflußreich genug zu sein. Du brauchtest ihm ja nur zu sagen, daß Du von seiner Reise nach Schw. gehört hast u. von ihm etwas über die Aussichten hören möchtest. Vielleicht gibt er sich dann doch etwas mehr Mühe, wenn er meine reizende Frau kennenlernt! Jetzt scheint es so zu sein, daß wir etwas warten müssen, bis sich die Wolken verzogen haben, die dieser Herr von Sowieso über unsern Häuptern zusammengezogen hat. Wenn nur kein Dauerregen daraus entsteht! Der gute Oschatz ist verzweifelt, weil die Schweiz neuerdings Deutsche, die ohne Ausreisegenehmigung in ihr Land kommen auch bei gültigem Einreisevisum den Alliierten ausliefern. Na und Ihr? Die schwed. Unterhaltung gestern Nachm. ging einigermaßen. Ich habe aber doch vieles vergessen. Jetzt übernachte ich hier dicht an der am. Grenze. Schreib mal, wie lange die Post aus einem am. u. einem franz. Kuhdorf in Euer schwed. dito braucht! Mein 2 x 25 Km Spaziergang ging leider fast ohne Auto, aber im schönsten Sonnenschein vonstatten. Schöne Gegend! Liebe! D. G. |
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