Brev från Märta till Gerd den 20 augusti 1946

 

Salta den 20. 8. 46

Mein lieber, lieber, liebster Gerd,

ich habe Dir so wenig geschrieben in den letzten Wochen, sowie damals in Juni. Nun will ich es aber doch tun. Du verstehst ja wie es ist. Ich freue mich immer so über Deine Briefe, die so lieb sind. Ich warte und hoffe. Es ist ein reger Telephonverkehr zwischen Henning und mir gewesen. Mamma ist seit dem 12. dort und sie kann bestimmt viel nützen durch ihre Energie. Hoffentlich nützt die Aktion was. Ich fahre nun doch nicht hin, wenn ich nicht von dort unten eingeladen werde. Henning kann sicher mehr tun als ich.

Am Sonntag wird Deine liebe Schwiegermutter mit ihren 52 Jahren auch allmählich eine reife Frau. Mal sehen, ob sie bis dahin nach Haus kommt. H-g schreibt an den Gesandten in Bern, sein alter Freund und bittet um alle Hilfe für seinen Schwager. Vielleicht auch wieder Ruge. Ich weiß nicht.

Wir haben nun Reifen fürs Auto. Was ist das für ein stolzes Gefühl mit seinen Kindern herumzufahren. St. + R. stecken abwechselnd die Winker raus. Heute waren wir drei beim Friseur u. haben anschliessend Karin geholt. Sie ist nun schön dick. Lilla Ää ist so klug. Als ich von Tiblins nach Haus kam, konnte er sagen: Gerd Erik Zenker, två år, snäll! Nun sage ich, wie sagt pappa i Tyskland zu mamma usw.: liebe Märta, o. till Ää liebe.. Erik, liebe Gunhild, liebe Elok. Auf den Karten müssen auch nur die drei Sprachen verwendet werden. Siehst Du nicht mal Erik Berg. Sprich mit ihm, ob er irgend einen Ausweg kennt. - Gulli, sowie alle Schwedinnen sind zu Hause. - Es ist nicht leicht. - Am 17.8 ist Stefan zum ersten mal ganz allein auf mormors Rad bis zum Friedhof gefahren um mit Erik und mir das Grab zu schmücken. Und am Sonntag früh in die Kirche. Aber Einkaufen in Valla, das macht er nicht - zu schüchtern.

[Så slutar brevet. /SZ]

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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Senast ändrat eller kontrollerat den 24 juni 2006.