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Brevkort från Gerd till Märta den 4 augusti 1946
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4. 8. 46 Liebste! Noch habe ich nichts aus Basel gehört. Wie gut, daß das Dresdner Wohnungsamt uns das Warten gründlich gelehrt hat, und wie gut auch, daß wir beide reichlich zu tun haben! Und wie gut drittens, daß das Ganze nur eine Zeitfrage ist. Ich habe Mutti noch einmal auf die Seele gebunden, nach Möglichkeit alles aus Kl. zu holen, was nicht niet- und nagelfest ist. Jetzt hat sie z. B. Schuhe u, Strümpfe von mir geholt, altes Zeug, das sie aber schon längst gegen etwas Brauchbares hätte eintauschen können. Dein Brief mit Miehes aus Göteborg kam gestern. Bilder von R's Taufe habe ich nie bekommen, aber sonst viele. Meine Filme, die ich in Kl. aufgenommen habe, sind leider beide verlorengegangen, sehr Schade. Sonst habe ich alle Filme gerettet. Ich kann meinen Senf zur Schulfrage ja wirklich nicht dazugeben, weil es zu spät ist u. man aus der Ferne kein Urteil hat. Wenn St. nicht kleiner u. schwächer als seine Kameraden ist, bin ich aber doch dafür, ihn hinzuschicken! Von selbst vergeht seine Schüchternheit gewiß nicht. Das arme Kerlchen, das ist beiderseitiges Erbgut! Wie verteilst Du Deine Kinder, wenn Du mit ihnen Rad fährst? Eins im Rucksack? Ich bin aus unsrem engl. Zirkel ausgetreten u. schalte auf Schwedisch um. Borta med vinden, Lady Dona, Livet är kvar u. die beiden Wörterbücher müßten vorläufig genügen. Vielleicht findet Mutti noch ein paar Motortidningar. Ich habe viel verlernt. Ist denn Lennart der Herr der Mainau? Es steht aber überall Vilhelm angeschrieben. Muß muss. |
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