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Brevkort från Gerd till Märta den 25 juli 1946
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25. 7. 46 Liebste! Hab Dank für einen Brief vom 22.6. (Weltrekord! Fast 5 Wochen unterwegs!) und vom 3.7. Ja, Du Kleine, nach Hamburg bin ich nicht gefahren, denn das kostet eventuell 3 Monate (neuerdings teurer geworden) und hätte nichts gebracht. Ich bin gespannt zu hören wie lange ein Brief auf d. Umweg über die Schweiz braucht. Am 25.6., zum 12 Jahrestag, bin ich bei Regenwetter losgefahren, in München herumgelaufen u. abends bis Ulm ins Flüchtlingslager gekommen. Da kam die Sonne durch. Aber trotzdem habe ich nicht an den 25. gedacht. So dumm! Dabei habe ich immer in meinem Kalender herumgekritzelt! - Den Montagabend vergesse ich nur, wenn wir noch essen oder ich im Kino bin, sonst nicht. Denkt Stefan auch daran? Nun freue ich mich auf den angekündigten Geburtstagsbrief von Faster. Und ich habe ihr nichts geschrieben, was wird sie nur von mir denken!? Wie holt Ihr eigentlich die Leute von E. ab? Wenn Du z. B. schreibst, Erik holt Karin ab? Habt Ihr eine Kutsche? Oder fährt er mit 2 Rädern in die Stadt? Du siehst, ich habe auch meine Probleme, über die ich mir den Kopf zerbreche. Ich denke ja genau so viel wie Du an den Tag, wo Du mich abholst. In Bromma?! Ich habe mir immer ausgemalt, wie es wird, wenn ich überraschend komme u. zuerst die Kinder getroffen hätte. Aber das wird nichts. Entweder in Bromma oder in Paris! Wo bist Du heute abend, schreibst Du am 2.7. Da habe ich mit Riemann, der zufällig auch in Lindau war, am Seeufer gesessen u. geschwatzt. Er ist übrigens nicht mehr gar so langweilig wie früher! Und dann haben wir sogar ein Glas Wein getrunken. Hätte ich R. nicht getroffen, so hätte ich die Nacht bei Mutter Grün verbringen müssen, weil die Franz. mein Hotelzimmer beschlagnahmt hatten. So long! Meine Liebste! Dein G. |
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