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Brevkort från Gerd till Märta den 24 maj 1944 från Dresden
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Min lilla hjärtervän! Die Post meint es plötzlich gut mit mir. Den Sonnabend habe ich als Festtag rot im Kalender angestrichen: 4 Briefe und eine Karte von meiner Liebsten! Der älteste der Briefe war geschrieben, als ich noch ein Mann mit 2 Söhnen war, also in grauester Vergangenheit. Jetzt erst habe ich ja ein richtiges Bild gekriegt, wie das große Ereignis vor sich ging. Liebstes Märtalein, ich war so tief gerührt, daß Du Dich an dem bewußten Morgen hingesetzt und mir einen Brief geschrieben hast. Für ihn danke ich Dir ganz besonders. Und dann hast Du mir schon am ersten Tag einen so schönen langen Brief geschrieben. Wenn mich nicht alles täuscht, fangen jetzt auch schon langsam die ersten väterlich-liebvollen Gefühle an sich zu regen. Es kann aber auch Einbildung sein! Hier ist es wieder recht kalt. Aber Flieder, Tulpen und Kastanien (Kastanien!) haben so schön geblüht, daß die ältesten Leute sich nicht an dergleichen erinnern. Bei der Flak friere ich wie ein Schneider. Und geschlafen habe ich im ganzen nur 4 Stunden seit vorgestern. Sehe alles doppelt vor Müdigkeit. Ganz gut, daß ich meine drei Söhne nicht vor mir habe.
Die Kinder im Hause fragen mich so oft sie mich sehen, wann der neue kleine Bubi kommt, und sagen: Ich freue mich so auf ihn! - Wohnungs-Markowski hat noch nichts von sich hören lassen. Am Sonntag war ich bei Rügers im Garten, sehr nett. Der ganze große Garten voll Kinder. Ein frohes Pfingsten Euch allen zusammen wünsche ich! Und ich armer Mann muß abends zu Anton. Er heißt wahrhaftig wieder so, ist aber viel größer u. schöner als der Alte. Ich wurde gefragt: War das Ihr Sohn, der früher bei uns war? (Hans-Chr.) So bin ich also gealtert in Deiner Abwesenheit. Alles Liebe, Grüsse von Deinem G. |
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