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Brevkort från Gerd till Märta till den 9 april 1944 från Dresden
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Meine liebste kleine Märta! Nun muß ich also wieder anfangen, deutsche Schrift zu schreiben, und Du mußt Deine graphologischen Fähigkeiten anstrengen! Noch habe ich kein Telegramm bekommen und meine ständigen Gedanken an Euch sind etwas unruhig. Aus Deutschland seid Ihr aber auf jeden Fall glücklich herausgekommen, sonst hätte ich wohl etwas gehört. Wie schrecklich es war, daß uns auch der dritte Alarm nicht erspart blieb! Ich stand gerade in der Schlange vor dem Fahrkartenschalter und war endlich ganz vorn, als geschlossen wurde. Hinter dem Anh. Bhf. ist ein großer, 6-stöckiger Bunker, in dem ich den Alarm absitzen mußte. Ich war froh, daß es vor 14.15 kam, sodaß Ihr jedenfalls noch nicht in der Luft wart. Auf der Rückreise hatte ich Glück, ich konnte ohne Zulassungskarte den D-Zug 16.05 benutzen und hatte einen guten Platz. Das lag gewiß an dem Alarm! So hatte er doch auch sein Gutes gehabt. Und nun bin ich allein in meiner viel zu großer Wohnung und stehe vor der Aufgabe, Ostern zu feiern! Ich bin ja so gespannt zu hören wie Ihr angekommen seid, und wie die Wütze sich in der neuen Welt benehmen. Züge und Straßenbahn sind gewiß schon vergessen und haben Kühen u. Pferden Platz gemacht. Seid Ihr selig, trotz der zwei Monate? Liebste! Morgen gehe ich zu Fr. Günter u. zu Gulli. Tante Else hat nett geschrieben. Margot hat 2 Karten an die Kinder geschrieben! Ich ertrinke in Milch. Vergeßt den guten Pappa nicht. Viel liebe Gedanken Dein Gerd. |
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