Brev från Elisabeth till Elvira den 27 september 1933

Dresden, d. 27. 9. 33

Liebe Frau Tibblin!

Auch ich möchte zuerst mein Bedauern aussprechen, Ihren lieben Brief nicht auf schwedisch beantworten zu können. Wenn ich ihn auch sehr gut verstanden habe, so ist mir's leider nicht möglich, alles was mich bewegt, in der fremden Sprache auszudrücken. Wie glücklich haben mich Ihre liebevollen Worte gemacht!

Haben Sie und die lieben Ihrigen herzinnigen Dank, dass Sie Helene so voller Liebe in Ihrer Familie als Tochter aufnehmnen wollen. Ich empfinde es mit Dank gegen Gott, dass Er ihr das grösste Glück eines Frauenlebens schenken will, die Liebe und Fürsorge eines treuen und liebevollen Mannes, der ja ein so guter Sohn und Bruder ist. Und ich hoffe zu Gott, dass Helene dieses Geschenk auch als eine Aufgabe und Pflicht auffasst, ihrem Mann und seiner lieben Familie so viel Glück zu schenken, als ihr nur möglich ist. Es wird ja nicht leicht werden, die Heimat zu verlassen, aber da ihr von Kindheit an durch Ihrer aller Güte Schweden "das gelobte Land" geworden ist, so zieht sie doch mit glücklichem Herzen hin und dies ist für mich die grösste Freude.

Sehr schmerzlich ist uns nur, dass mein lieber Mann das grosse Glück seines geliebten Mädels nicht mehr erleben durfte, aber ich bin gewiss, dass er in Gottes Reich sich mitfreut und dass sein Segen auf ihr und Ihrem lieben Sohn ruhen wird. Wie hätte es sein Herz bewegt und beglückt, dass Sie, liebe Frau Tiblin, im Gotteshaus an Helene gedacht und mit Gottes Wort ihren Eintritt in Ihre Familie begrüsst haben!

Es grüsst Sie, liebe Frau Tiblin, und all Ihre Lieben sehr herzlich

Ihre ergebene
Elisabeth Zenker

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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Senast ändrat eller kontrollerat den 24 juni 2006.