Christfest der schwedischen Kolonie, Leipzig 1920

In Leipzig versammelten sich am 18. Dezember hundert Kinder mit ihren Eltern und mit Vertretern der schwedischen Kolonie zur Feier des Christfests nach schwedischer Sitte. Es leuchteten von den Häuptern der Mädchen die Lichtkränze. Es klangen von ihren Lippen schwedische Lieder, und der Saal war mit den blau-gelben Farben und der nordischen Tanne geschmückt. Der Abend ward zu einem Feste der Dankbarkeit für die Wohltäter der deutschen Kinder in Schweden. Die Eltern haben sich gelobt, die schuldige Dankbarkeit in den Herzen ihrer Kinder zu pflegen und niemals vergehen zu lassen. Die Eltern empfinden es ja selbst in dankbarster Seele, was ihren Kindern an seelischen Gütern ebenso wie an leiblicher Wohltat durch die selbstlose Liebe so vieler schwedischen Pflege-Eltern zu Teil geworden ist. Auch der Wohltäter im Kreise Enköping wurde besonders gedacht und die deutschen Kinder möchten gern, daß man dies an den Ufern des Mälarsees wisse, wo sie 3 ½ Monate lang eine zweite Heimat fanden und wohin jetzt noch mancher Gedanke der Sehnsucht wandert.

Ansvarig utgivare: Stefan Zenker, www.zenker.se

 
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