In Leipzig versammelten sich am 18. Dezember hundert Kinder mit ihren
Eltern und mit Vertretern der schwedischen Kolonie zur Feier des Christfests
nach schwedischer Sitte. Es leuchteten von den Häuptern der Mädchen
die Lichtkränze. Es klangen von ihren Lippen schwedische Lieder,
und der Saal war mit den blau-gelben Farben und der nordischen Tanne
geschmückt. Der Abend ward zu einem Feste der Dankbarkeit für
die Wohltäter der deutschen Kinder in Schweden. Die Eltern haben
sich gelobt, die schuldige Dankbarkeit in den Herzen ihrer Kinder zu
pflegen und niemals vergehen zu lassen. Die Eltern empfinden es ja selbst
in dankbarster Seele, was ihren Kindern an seelischen Gütern ebenso
wie an leiblicher Wohltat durch die selbstlose Liebe so vieler schwedischen
Pflege-Eltern zu Teil geworden ist. Auch der Wohltäter im Kreise
Enköping wurde besonders gedacht und die deutschen Kinder möchten
gern, daß man dies an den Ufern des Mälarsees
wisse, wo sie 3 ½ Monate lang eine zweite Heimat fanden und wohin
jetzt noch mancher Gedanke der Sehnsucht wandert.